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Interview mit Dr. Dina Ghanim

3. April 2024, von Sonja Schreder

Tauchen wir ein in die Welt der Psychischen Gesundheit!

Im April dreht sich bei uns alles um den Schwerpunkt Mental Health Reha bei Kindern und Jugendlichen. An unseren beiden kokon-Standorten Bad Erlach und Rohrbach-Berg schärfen wir das Bewusstsein für psychosoziales Wohlbefinden. Nur so gelingt es, in der Reha Erlerntes in den Alltag zu Hause mitzunehmen. Fühlen sich Kinder und Jugendliche in ihrem Umfeld sicher und aufgehoben, können sie auch schwierige Situationen gut bewältigen!
Dr. Dina Ghanim, Fachärztin für Kinder und Jugendpsychiatrie und Psychotherapeutin im kokon Bad Erlach, spricht im Interview über das Thema Mental Health Reha.

Welche therapeutischen Ansätze und Methoden hältst du für besonders wirksam bei der Mental Health Reha im Kinder- und Jugendalter?

Dr. Dina Ghanim: Für besonders hilfreich halte ich, dass Kinder und Jugendliche in der Reha die Möglichkeit haben, vielfältige Therapieformen und unterschiedliche Therapeut:innen kennenzulernen. Sie können die Erfahrung machen, selbst zu spüren, was ihnen im Moment hilft. Tatsächlich hängt es von zahlreichen Faktoren ab, welche Therapieform wirksam werden kann. Hier lernen die Patient:innen in sich hineinzuspüren. Sie müssen in die Entscheidungen miteinbezogen werden.
Ein großer Vorteil bei uns ist die Verfügbarkeit von so vielen verschiedenen Therapieformen.
Ich halte die Kreativtherapien: Kunst-, Musik und Tanztherapie, aber auch Bewegung als Therapieform für hochwirksam und wichtig.
Auch Gruppenangebote sind in diesem Zusammenhang sehr wirksam.
Viele Kinder (und Erwachsene) fürchten sich vor Gruppentherapien. Bei uns haben sie die Möglichkeit, diese kennenzulernen und die Wirksamkeit zu erleben.

Inwiefern sollte eine Mental Health Reha im Kinder- und Jugendalter auf die individuellen Bedürfnisse und Entwicklungsstufen der jungen Patient:innen zugeschnitten sein?

Dr. Dina Ghanim: Die Reha muss und soll auf die individuellen Bedürfnisse und Entwicklungsstufen der jungen Patient:innen zugeschnitten sein. Hierbei machen wir im kokon eine stete Weiterentwicklung der Individualisierung von Behandlungen. Gleichzeitig geht es um Erlebnisse in der Gruppe. Wir Menschen sind „gruppale“ Wesen, Genesung muss zu einem Teil auch in der Gruppe stattfinden. Wie in Erziehung und Gesellschaft muss ein Ziel eine Ausgewogenheit zwischen Individualisierung und Gemeinschaftserleben ermöglichen. Die große Frage ist: Wie können wir unsere individuellen Bedürfnisse in einer Gruppe mit anderen ausdrücken und leben? Diese Frage versuchen wir im kokon als Leitfrage für unser Handeln zu sehen.

 

Die Reha muss und soll auf die individuellen Bedürfnisse und Entwicklungsstufen der jungen Patient:innen zugeschnitten sein.
Dr. Dina Ghanim

Und als letzte Frage würden wir gerne wissen, was du an deinem Job hier im kokon am liebsten magst?

Dr. Dina Ghanim: Ich mag die Arbeit mit meinen Patient:innen und den Begleitpersonen. Ich freue mich, jeden Menschen als Individuum kennenzulernen und gemeinsam herauszufinden, was die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche sind und was es an Unterstützung braucht, um da ein stückweit hinzukommen.
Und natürlich mag und schätze ich die Arbeit mit meinem Team. Wir sind viele qualifizierte und engagierte Mitarbeiter:innen, die gemeinsam im Interesse der Patient:innen wirken. Es geht so viel weiter, das ist sehr berührend. Ich mag es auch, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln und Schwierigkeiten gemeinsam zu meistern!