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Pflege: Pionier:innen mit viel Verantwortung & Expertise

7. Mai 2025, von Irene Hanus

Am 12. Mai ist Internationaler Tag der Pflegenden. Das ist ein wunderbarer Moment DANKE zu sagen und die wertvolle und anspruchsvolle Arbeit unserer Kolleg:innen aus der Pflege vorzustellen. Wir haben daher mit Elisabeth Radon gesprochen, unserer Pflege-Direktorin im kokon Rohrbach-Berg.

Pflege Blutdruckmessen Patient
In der Kinder-Reha leisten wir immer noch Pionier:innen-Arbeit.
Elisabeth Radon, Pflege-Direktorin kokon Rohrbach-Berg

Sie erklärt: „Die Kinder-Reha gibt es in Österreich erst seit 5 Jahren. Wir Pflegekräfte haben damals völliges Neuland betreten.“

 

Pflege als erste Ansprechstelle

Doch eins hat sich in dieser Zeit sehr deutlich herauskristallisiert: „Die Pflege fungiert in der Kinder-Reha als zentrale Schnitt- und Koordinationsstelle. Wir Pflegekräfte sind die ersten Ansprechpersonen für die Patient:innen und ihre Familien. Wir sind es, die sicherstellen, dass ihre Bedürfnisse gehört und berücksichtig werden.“

 

Von verschiedenen Diagnoseverfahren, der Verabreichung von Medikamenten und der aktivierenden Pflege – im kokon gibt es ein breites Tätigkeitsspektrum. Was besonders wichtig ist: die intensive Begleitung und Beratung der Familien. Denn nur so können Patient:innen das in der Reha Gelernte auch in ihren Alltag mitnehmen und umsetzen. Das reicht vom Inhalationsmanagement bei Asthma, dem reibungslosen Rollstuhl-Transfer bis hin zum selbstständigen Handling bei PEG-Sonden oder in der Stoma-Versorgung. Dafür bieten die Pflege-Expert:innen für Patient:innen und Angehörige auch Schulungsprogramme an.

Pflege Blutabnahme Zugang

Mehr Zeit für Pflege und Patient:innen

Doch nicht nur praktische Unterstützung spielt im kokon eine Rolle – mindestens genauso wichtig ist die Rolle der Pflege bei der psychosozialen Betreuung der Patient:innen. „Wir unterstützen die Familien bei der Bewältigung von Schlafstörungen, bei Interaktionsthemen und helfen, Strategien zur Krisenbewältigung anzuwenden“, berichtet Radon.

 

Julia Gruber, die seit 2 Jahren im kokon Rohrbach-Berg arbeitet, schätzt die Arbeit in der Kinder-Reha sehr: „Durch die 3-5 Wochen, die unsere Patient:innen bei uns verbringen, können wir intensive Beziehungen aufbauen und den Fortschritt in dieser Zeit auch sehr genau nachverfolgen. Wir erleben unsere Arbeit so als extrem sinnstiftend.“

 

Im Rahmen des Case- und Care-Managements koordiniert sie mit ihren Kolleg:innen auch pflegerische Unterstützungsangebote für Zuhause.

 

„Es ist schön, so umfassend pflegerisch tätig sein zu können und ein so breites Spektrum an Erkrankungen betreuen zu dürfen“, so Gruber. „Am schönsten ist es, das alles in unserem großen Team mit den anderen Berufsgruppen bewerkstelligen zu können. Das ist das ganz Besondere an der Arbeit im kokon.“

Pflege Neurodermitis Patient