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Neurologische Reha für Kinder & Jugendliche

14. Mai 2025, von Irene Hanus

Am 22. Juli ist weltweit Tag des Gehirns. Dabei dreht sich alles um Neuro-Wissenschaften und Hirngesundheit. Das betrifft nicht nur Erwachsene und ältere Menschen, sondern auch Kinder und Jugendliche. Wir bieten daher im kokon auch neurologische Reha an. Viele der jungen Patient:innen, die für diese Reha zu uns kommen, haben eine Cerebralparese, kurz CP, die wir umfassend, individuell und intensiv behandeln. Hier erzählen wir euch, worum es bei dieser Erkrankung geht und wie wir sie behandeln.

Parese kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Lähmung“. Genauer gesagt ist es eine unvollständige Lähmung, da nur bestimmte Teile des Gehirns betroffen sind. Die Cerebralparese ist ein Sammelbegriff für Störungen, die sich auf die Entwicklung von Körperbewegungen und die Körperhaltung auswirken. In den allermeisten Fällen werden diese Störungen schon vor der Geburt ausgelöst. Die Ursachen können

  • Infektionen während der Schwangerschaft,
  • Blutungen oder Durchblutungsstörungen der Gebärmutter,
  • Blutungen oder Durchblutungsstörungen des Gehirns des Babys

sein, wodurch es oft zu einer Frühgeburt kommt. Auch Sauerstoffmangel während der Schwangerschaft oder bei der Geburt des Babys können zu einer CP führen.

Selten kann es in den ersten Lebenswochen, und auch noch später, zu Vorfällen kommen, die eine Cerebralparese auslösen können:

  • ein schwerer Unfall mit Kopfverletzung,
  • eine Hirnhautentzündung, Meningitis genannt,
  • eine Entzündung des Gehirns, Enzephalitis genannt.

Obwohl eine Cerebralparese nicht geheilt werden kann, so kann sie doch behandelt werden, wie ihr am Beispiel unseres Patienten Florian erfahrt.

Leben mit CP

Aus einem Becher trinken oder einen Stift aus dem Federpennal nehmen: Dafür musste Florian schon viel trainieren. Er ist 6 Jahre alt und hat eine Cerebralparese. Sein Gehirn hat bei der Geburt zu wenig Sauerstoff bekommen. Deswegen sind Bereiche seiner motorischen Zentren gestört, weswegen er schon zum 6. Mal im kokon Rohrbach-Berg zur neurologischen Reha ist.

Florian im Rollstuhl | Patient mit infantiler Zerebralparese, ICP
Es braucht konstante Übung und unterschiedliche Therapien, um alle Aktivitäten weiterhin ausführen zu können. In der Reha haben wir dafür das perfekte Umfeld. Wir können im kokon umfassend, individuell und intensiv über einen Zeitraum von 4 Wochen behandeln.
Dr.in Veronika Pilshofer, Kinderneurologin kokon Rohrbach-Berg

Dieses Mal bereitet sich Florian auf seine Einschulung vor. „Bei Kindern mit Cerebralparese sind Ergo- und Physiotherapie für die Bewegungsabläufe zentral“, erklärt die Kinderneurologin. Logopädie ist wichtig, um Schlucken und Sprechen zu trainieren, wenn sprechmotorische Zentren mitbetroffen sind.

 

Neurologische Reha ermöglicht Teilhabe am Alltag

2 bis 3 von 1.000 Neugeborenen haben eine Cerebralparese. Aber es gibt viele weitere neurologische Erkrankungen, die bereits angeboren sind oder in jungen Jahren auftreten können, die wir mit einer neurologischen Reha behandeln können. Dazu zählen etwa Muskel-Erkrankungen, Stoffwechsel-Störungen, genetische Fehlbildungen, Spina bifida, traumatische Hirn-Verletzungen bei Unfällen, aber auch entzündliche Erkrankungen oder Post-akute Infektionssyndrome wie etwa Post Covid.

 

Dr.in Pilshofer erklärt: „Eine Reha verfolgt immer das Ziel, die Teilhabe am Alltag zu ermöglichen und die Selbstständigkeit der Kinder zu fördern. Und nicht zuletzt wird der Austausch zwischen Gleichaltrigen und auch den Eltern als sehr entlastend und positiv erlebt.“

Eine Reha im kokon klingt nach dem Richtigen für euch? Finden wir es heraus! Hier gibt es mehr Informationen: