Nach einem Infekt einfach nicht mehr fit? Das könnte PAIS sein
Du hast einen Infekt überstanden, fühlst dich aber Wochen später noch immer erschöpft? Oder dein Zustand verschlechtert sich sogar durch Alltagstätigkeiten? Dann könnte ein sogenanntes PAIS, postakutes Infektionssyndrom dahinterstecken. Ein bekanntes Beispiel dafür ist Post Covid, aber auch andere Infektionen können solche Folgen haben.
Viele Betroffene wissen nicht, dass ihre Beschwerden eine medizinische Ursache haben. PAIS ist keine Einbildung: Es handelt sich um ein ernstzunehmendes Krankheitsbild, das auch das chronische Erschöpfungssyndrom ME/CFS umfassen kann.
Sechs Warnzeichen, auf die du achten solltest:
- Starke Erschöpfung, die durch Schlaf oder Ruhe nicht besser wird
- Verschlechterung deines Zustandes auch nach leichter Belastung, meist erst nach 14–24 Stunden
- Nicht-erholsamer Schlaf
- Schmerzen in Kopf, Muskeln oder Gelenken
- Konzentrationsprobleme, Reizempfindlichkeit, „Gehirnnebel“
- Kreislaufprobleme beim Aufstehen, eventuell Magen- oder Blasen-Beschwerden
Auch das Posturale Tachykardie-Syndrom, PoTS, ist häufig Teil von PAIS. Ein einfacher Kreislauftest, wie der Schellong-Test, kann Hinweise darauf geben.


Was hilft?
Entscheidend ist frühzeitiges Wissen und ein geschulter Umgang mit der Erkrankung. Besonders wichtig ist das sogenannte Pacing: Das bewusste Haushalten mit deiner Energie, um Rückschläge zu vermeiden.


Bei uns im kokon Rohrbach-Berg bieten sind wir Expert:innen, wenn es um Reha für junge Menschen geht. Hier lernst du, wie du deinen Alltag mit PAIS besser bewältigen kannst. Die Reha dauert vier Wochen, kann bei Bedarf verlängert werden und wird von einem interdisziplinären Team begleitet. Neben Physiotherapie, Schmerzbehandlung und psychologischer Unterstützung bekommst du das nötige Wissen über deine Erkrankung.
Wichtig zu wissen:
Je früher PAIS erkannt und behandelt wird, desto besser kann eine Chronifizierung verhindert werden.

