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Long Covid bei Jugendlichen

2. Feber 2022, von Simone Schmelzer

Die 17-jährige Katherina aus Kärnten erzählt von ihrer Long Covid Erkrankung und ihrem 4-wöchigen Aufenthalt im kokon Rohrbach-Berg.

Covid-19 begleitet uns nun schon eine Weile und trotzdem wissen wir noch nicht alles darüber. Und ebenso geht es uns auch mit Long Covid. Es gibt eine Liste an Symptomen, die darauf hindeuten, wie etwa Müdigkeit, verminderte Belastungsfähigkeit, subjektive Atemnot, Engegefühl im Brustkorb, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen. Aber ist das alles? Wir wissen es noch nicht. Was wir aber wissen ist, dass immer mehr und mehr Kinder und Jugendliche davon betroffen sind.

Wie die 17-jährige Katherina aus Kärnten, sie leidet an Long Covid und war für 4 Wochen im kokon in Rohrbach-Berg. Wie es ihr dort ergangen ist? Lassen wir sie am besten selbst erzählen.

Interview mit Katherina

Könntest du uns von deiner Corona-Erkrankung erzählen? Hattest du starke Symptome? Wie erging es dir? Wann hast du gemerkt, dass du Long Covid hast, und wie hat sich das bei dir geäußert?

Katherina: Zu Beginn war alles ähnlich einer Grippe, ich hatte Fieber und Halsschmerzen. Nach etwa 2 Wochen fiel mir das Atmen schwerer. Ich hatte Probleme kurze Strecken zurückzulegen, mich anzuziehen und mich zu konzentrieren. Als die Symptome nicht nachließen und meine Lungenfunktion merklich eingeschränkt war, bekam ich die Diagnose Long Covid.

 

Bist du durch Long Covid stark eingeschränkt? Gibt es Dinge, die dir schwerer fallen oder die du gar nicht mehr tun kannst?

Katherina: Ja, im Alltag bin ich eingeschränkt. Zunächst fiel mir jeder Schritt schwer, mittlerweile ist das aber durch die Reha im kokon viel besser geworden.  

 

Erzähl mal von deiner Reha. Wie waren die ersten Tage für dich? Was hast du gemacht? Was waren deine Ziele?

Katherina: Zu Beginn war alles sehr anstrengend und gewöhnungsbedürftig. Ich musste zunächst einige Tests absolvieren, um zu sehen, wo meine Belastungsgrenze war. Nach einer kurzen Eingewöhnung und an mich angepasste Therapien stellten sich aber erste kleine Erfolge ein.

Mein Ziel war es, den Alltag wieder ohne Einschränkungen zu bewältigen und wieder Sport machen zu können.

 

Wie sieht so ein Tag im kokon aus? Erzähl uns von deinem Tagesablauf.

Katherina: Ich war jeden Tag um halb 8 beim Frühstück, außer am Wochenende, da habe ich ein wenig länger geschlafen. Nach dem Frühstück ging es dann direkt mit einzelnen Therapien los und die Abende verbrachte ich meistens mit den anderen Jugendlichen.

Welche Therapien hattest du? Und welche haben dir besonders Spaß gemacht?

Katherina: Ich hatte Ausdauer- und Krafttraining, Physio- und Ergotherapie, Entspannungstherapie und Massagen. Zusätzlich war ich bei einer Psychologin und Ernährungsberaterin.

 

Wie waren die Therapien für dich? Hattest du eine/n Lieblingstherapeut/in?

Katherina: Die Therapien waren teilweise sehr anstrengend, dennoch taten sie mir aber sehr gut. Mittlerweile kann ich etwas Sport betreiben und auch der Alltag fällt mir wieder leichter. Ich muss aber noch weiterhin stark daran arbeiten. Die Therapeuten waren alle sehr nett, besonders gut verstanden habe ich mich mit Doris und Laura. Mit ihnen hatte ich auch die meisten Therapien.

 

Wie ist es dir mit der Schule nach deiner Reha ergangen? Konntest du wieder leicht einsteigen und bist mit deinen Schulkollegen gut mitgekommen?

Katherina: Ich hatte während meinem Aufenthalt einige Unterrichtsstunden. Dennoch war der Wiedereinstieg nicht so einfach, aber schaffbar.

 

Was war der schönste Moment in deiner Zeit im kokon?

Katherina: Der schönste Moment war, als ich das erste Mal die 10-Minuten-Marke am Ergometer überschritten habe und nicht vom Rad gefallen bin.

 

Was war dein Lieblingsplatz im kokon?

Katherina: Der Snoezelen-Raum. Das Wasserbett ist sehr empfehlenswert.

 

Was konntest du erreichen? Worauf bist du besonders stolz?

Katherina: Ich bin stolz, dass ich durchgehalten und alle Hürden überwunden habe. Und, dass ich auch zu Hause weiter an mir arbeite – ich bin mittlerweile stolze Besitzerin eines Ergometers.

 

Wie geht es dir jetzt am Ende der Reha? Was hast du für dich gelernt?

Katherina: Mir geht es jetzt um einiges besser als zu Beginn. Und ich habe hier gelernt auf meinen Körper zu hören und positiv in die Zukunft zu blicken.

 

Wie würdest du die Reha im kokon beschreiben? Und wem würdest du sie empfehlen?

Katherina: Man lernt dort viele liebe, neue Leute kennen und es macht auch viel Spaß. Von den Therapeuten wird man auf seinem Weg gut begleitet und unterstützt. Empfehlen würde ich das jedem Long Covid Kind bzw. Jugendlichem, und zwar am besten zeitnah zur Genesung, denn es hilft wirklich!

Long Covid Reha
Erfahrt mehr über die Long Covid Reha für Kinder und Jugendliche im kokon Rohrbach-Berg.